metxme.ai · PEMS-Assistent

Ist Ihr Gebäude bereit für KI-gestützten Betrieb?

In 5 Minuten erhalten Sie eine wissenschaftlich fundierte Ersteinschätzung zu Datenreife, MPC-Eignung, Energie- und Flexibilitätspotenzial Ihres Objekts oder Quartiers.

Basiert auf dem aktuellen Stand der Forschung zu Model Predictive Control und datengetriebener Gebäuderegelung.

Was Sie hier bekommen

Ein PEMS-Score, der nicht nur sagt „läuft", sondern erklärt, warum.

Sechs Module, je 8–11 strukturierte Fragen, knapp 5 Minuten Aufwand. Am Ende: gewichteter Gesamtscore, Status-Ampel, Radarprofil über sechs Dimensionen, Top-Risiken, Top-Potenziale und drei klar getrennte Maßnahmenlisten. Basiert auf dem aktuellen Stand der Forschung zu Model Predictive Control und datengetriebener Gebäuderegelung — einem Feld, in dem mehrere Studien deutliche Energieeinsparungen gegenüber klassischen Hystereseregelungen dokumentieren.

📊
Datenreife
Ohne saubere Mess- und Anlagendaten gibt es keinen seriösen KI-Betrieb. Wir prüfen, was vorhanden ist und was fehlt.
⚙️
Anlagentechnik
Wärmepumpe, Pufferspeicher, regelbare HKL — die Hardware-Voraussetzungen für prädiktive Regelung.
Flexibilität
Wie viel Spielraum hat das Objekt für Lastverschiebung, Demand Response und Reservebereitstellung?
🎯
Umsetzungsreife
Technik allein reicht nicht. Wer pilotiert wann mit welchem Budget — und wer dokumentiert?
Wissenschaftlicher Hintergrund

Warum prädiktive Regelung jetzt relevant wird

Die akademische Forschung zu Model Predictive Control (MPC) im Gebäudebetrieb hat in den letzten Jahren einen Reifegrad erreicht, an dem sie für den realen Bestand interessant wird. Mehrere unabhängige Studien dokumentieren — nicht nur in Simulation, sondern in bewohnten Realgebäuden — signifikante Energieeinsparungen gegenüber klassischen Hystereseregelungen.

Die zentrale praktische Erkenntnis dieser Forschung: Für den industriellen Einsatz funktionieren oft einfache, physik-informierte Modelle besser als komplexe Deep-Learning-Ansätze, weil sie mit weniger Trainingsdaten auskommen und mathematisch handhabbare Optimierungsprobleme erzeugen. Quartiere mit zentraler Wärmepumpe und Pufferspeicher haben zusätzlich das Potenzial, dem Stromnetz elektrische Reserven bereitzustellen — ein neuer monetisierbarer Vermögenswert.

Für Sie heißt das: Ihre Datenreife und Anlagenstruktur entscheiden heute, ob Sie morgen einen sinnvollen MPC-Piloten starten können. Genau das misst dieses Tool.

Berechnungsgrundlagen — wie entsteht der Score?

1. Sechs Dimensionen mit fest definierten Gewichten

Jede Frage des Schnellchecks gehört zu genau einer von sechs Bewertungs-Dimensionen. Die Gewichte sind aus dem Forschungsstand zu prädiktiver Gebäuderegelung abgeleitet: Datenreife ist die wichtigste Voraussetzung (ohne Daten kein Forecast), gefolgt von Anlagentechnik und Energieoptimierungspotenzial.

DimensionBedeutungGewicht
DatenreifeDigitale Mess-, Anlagen- und Zählerdaten, Schnittstellen, Datenhistorie25 %
Technische MPC-EignungWärmepumpe, Speicher, GLT, regelbare Stellgrößen — die Hardware20 %
EnergieoptimierungspotenzialAktuelle Regelstrategie, dokumentierte Grenzen, Tarif-Variabilität20 %
Flexibilität & QuartierSpeichermasse, Quartiersstruktur, Demand-Response-Bereitschaft15 %
Betriebs- & InstandhaltungsrisikoAnlagenalter, Störungshäufigkeit, Wartungsstatus, Kritikalität10 %
Umsetzungsreife / OrganisationVerantwortliche Rolle, Berichtswesen, Pilotbudget, Dokumentation10 %
Summe100 %

2. Punktevergabe pro Frage

Jede Frage hat vier Antwortmöglichkeiten, die mit 0 bis 3 Punkten bewertet werden. „0" steht jeweils für den schlechtest möglichen Zustand (z. B. „keine Verbrauchsdaten"), „3" für den höchsten Reifegrad (z. B. „stündliche Daten + offene API"). Die Punkte fließen direkt in die zugehörige Dimension.

3. Subscore je Dimension

Für jede der sechs Dimensionen wird die Summe aller erreichten Punkte durch die Summe aller maximal erreichbaren Punkte geteilt und mit 100 multipliziert:

SubscoreDimension = (Summe erreichte Punkte ÷ Summe mögliche Punkte) × 100

4. Gewichteter Gesamtscore

Aus den sechs Subscores wird mit den festen Gewichten der gewichtete Mittelwert berechnet:

Gesamtscore = Σ (Subscorei × Gewichti) ÷ 100

5. Abwertungs-Regel

Wenn zwei oder mehr Dimensionen einen Subscore unter 25 % haben, wird der Gesamtscore aus Vorsicht um 15 Punkte abgewertet (mindestens auf 0). Damit verhindert die Methodik, dass ein Objekt mit massivem Defizit in zwei oder mehr Kategorien nur deshalb pilotfähig erscheint, weil andere Bereiche zufällig stark sind.

6. Statusband

Der Gesamtscore wird einem von fünf Statusbändern zugeordnet:

ScoreStatusBedeutung
0–25Nicht bereitStammdaten, Zähler, Anlagenstruktur müssen erst aufgebaut werden
26–45VorbereitungsphaseDatenbasis vorhanden, aber noch nicht ausreichend für echte Optimierung
46–65PilotfähigGeeignet für Monitoring, Benchmarking und erste Prognosemodelle
66–80OptimierungsfähigGeeignet für gezielte Betriebsoptimierung und prädiktive Regelung
81–100FortgeschrittenGeeignet für MPC, Flexibilitätsnutzung und KI-gestützte Betriebsstrategie

7. Diagnose-Engine (Risiken, Potenziale, Maßnahmen)

Über den reinen Score hinaus prüft eine Wenn-Dann-Regel-Engine bestimmte Kombinationen — zum Beispiel: Wenn keine digitalen Verbrauchsdaten vorhanden sind, blockiert das jeden Forecast; oder: Wenn Wärmepumpe und Pufferspeicher vorhanden sind, ist das eine starke Konstellation für Demand-Response. Aus diesen Regeln entstehen die Top-Risiken-, Top-Potenziale- und Maßnahmenlisten im Ergebnis.

8. Was die Bewertung nicht ist

Der PEMS-Score ist eine strukturierte Reifegrad-Heuristik, keine ingenieurmäßige Simulation und keine garantierte Einsparungsaussage. Veröffentlichte Energieeinsparungen aus wissenschaftlicher Forschung beziehen sich auf konkrete Versuchsstände und sind nicht ohne Pilotmessung auf beliebige Bestandsgebäude übertragbar. Der Score zeigt, ob ein Pilot heute sinnvoll wäre — er ersetzt keinen Fachplaner.

Nach dem Schnellcheck zeigen wir Ihnen im Ergebnis-Bereich die konkrete Aufschlüsselung Ihres individuellen Scores — Punkt für Punkt, Dimension für Dimension.

Hinweis. Der PEMS-Assistent ist eine Reifegrad-Einschätzung — kein Gutachten, keine Simulation, keine garantierte Einsparungsaussage. Veröffentlichte Einsparpotenziale aus wissenschaftlichen Studien beziehen sich auf konkrete Versuchsstände und sind nicht automatisch auf beliebige Bestandsgebäude übertragbar. Für eine belastbare Pilotplanung ist eine technische Detailanalyse durch Fachplaner erforderlich. Eine Rechtsdienstleistung im Sinne des RDG ist mit diesem Tool ausdrücklich nicht verbunden.
Modul 1 / 6 0 %
Ihr PEMS-Score
0/100

⚠️ Top-Risiken
    ✨ Top-Potenziale
      Empfohlener nächster Schritt
      📊 Daten
        ⚙️ Technik
          👥 Organisation
            Wie wurde Ihr Score berechnet?

            Aus Ihren Antworten ergibt sich folgende Detail-Berechnung:

            Subscore je Dimension

            Dimension Punkte von max. Subscore Gewicht Beitrag

            Formel: Gesamtscore = Σ (Subscore × Gewicht) ÷ 100

            ▶ Wissenschaftliche Grundlage anzeigen

            Methodische Basis. Die sechs Dimensionen dieses Schnellchecks und ihre Gewichte (Datenreife 25 %, MPC-Eignung 20 %, Energieoptimierung 20 %, Flexibilität 15 %, Risiko 10 %, Organisation 10 %) leiten sich aus dem aktuellen Stand der Forschung zu Model Predictive Control und datengetriebener Gebäuderegelung ab.

            Was diese Bewertung nicht ist. Keine Simulation, keine garantierte Einsparungsaussage, kein Ersatz für eine ingenieurmäßige Pilotplanung durch qualifizierte Fachplaner. Eine strukturierte Ersteinschätzung — nicht mehr und nicht weniger.

            Weiterführende Literatur. Eine kommentierte Auswahl der Studien, die in die Methodik eingeflossen sind, finden Sie in unseren Fachartikeln zur prädiktiven Gebäuderegelung.

            Lassen Sie uns Ihren Score gemeinsam einordnen

            Sie wollen wissen, welcher Pilot zu Ihrem Objekt und Ihrem Budget passt? Sprechen Sie mit uns — unverbindlich und ohne Marketingfolien.

            Kontakt aufnehmen →
            Disclaimer. Der PEMS-Score ist eine wissenschaftlich strukturierte Reifegrad-Indikation, kein Versprechen. Veröffentlichte Einsparpotenziale aus wissenschaftlichen Studien beziehen sich auf konkrete Versuchsstände und sind nicht ohne Pilotmessung auf andere Objekte übertragbar. Für eine belastbare Pilotplanung ist eine technische Detailanalyse durch qualifizierte Fachplaner erforderlich. Eine Rechts- oder Energieberatungs-Dienstleistung ist mit der Tool-Nutzung nicht verbunden.